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Positive Effekte auf Knochen & Muskeln

Positive Effekte von Vibrationstraining auf Knochen & MuskelnVerschueren et al. haben im Jahr 2004 eine Studie veröffentlicht, die sich hauptsächlich mit den Effekten von Vibrationstraining auf die Knochendichte und die Muskelstärke beschäftigt hat.

Die Studie wurde im Fachmagazin Journal of Bone and Mineral Research im März 2004 veröffentlicht. Durchgeführt wurde die Studie in Belgien.

Sie zeigt, wie effektiv sich Risikofaktoren von Knochen- und Muskelschwund mit Hilfe von Vibrationstraining behandeln lassen, sodass diese gar nicht erst in Erscheinung treten können. Die Ergebnisse beziehen sich in erster Linie auf postmenopausale Frauen.

Einleitung und Ziele der Studie

Vorherige Studien haben gezeigt, dass der Einfluss von hochfrequentierter, mechanischer Belastung bei verschiedenen Tierarten zu einer Stärkung der Knochen geführt hat. Das war der Anlass, wieso die Forscher solche Studien auch am Menschen durchführen wollten.

Insbesondere Frauen, die bereits ihre Wechseljahre hinter sich gebracht haben, leiden oft unter einem erhöhten Risiko an Osteoporose, also an Knochenschwund, zu erkranken.

Das Ziel der Studie war also, die Effekte von Vibrationstraining auf die Knochendichte und die Muskelstärke von postmenopausalen Frauen zu untersuchen.

Durchführung der Studie

Insgesamt haben an der Studie 70 Teilnehmer im Alter von 58 bis 74 Jahren teilgenommen. Sie wurden zufällig in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt:

  1. Kontrollgruppe (23 Teilnehmer)
  2. Vibrationstrainingsgruppe (25 Teilnehmer)
  3. Krafttraining (22 Teilnehmer)

Die Kontrollgruppe hat gar kein Training durchgeführt, wohingegen die anderen beiden Gruppen ihr jeweiliges Trainingsprogramm dreimal pro Woche für insgesamt 24 Wochen (6 Monate) absolviert haben.

Die Vibrationstrainingsgruppe hat statistische und dynamische Kniebeugen auf der Vibrationsplatte durchgeführt, wobei diese Übungen bei 35 bis 40 Hertz und 2,28 bis 5,09 g durchgeführt wurden.

Die Teilnehmer der Gruppe, die das Krafttraining auf dem Programm stehen hatten, haben ihre Übungen an einer Beinpresse und an einem Beinstrecker durchgeführt. Der Widerstand wurde dabei immer weiter erhöht (20 bis 8 RM).

Die Knochendichte wurde zu Beginn des Experiments und nach insgesamt 6 Monaten mit Hilfe von DXA festgestellt. Die isometrische und dynamische Stärke wurde mit Hilfe eines motorbetriebenen Dynamometers erfasst. Die Daten wurden im Durchschnitt mit Hilfe einer ANOVA analysiert.

Ergebnisse

Vibrationstraining: Die isometrische bzw. dynamische Muskelstärke hat sich um 15% bzw. 16% verbessert. Die Knochen verdichteten sich um 0,93%.

Krafttraining: Die Knochendichte hat sich weder verbessert noch verschlechtert.

Kontrollgruppe: Ebenfalls keine Veränderungen.

Was bedeuten diese Ergebnisse?

Frauen, die bereits ihre Wechseljahre hinter sich haben, profitieren im Bezug auf die Knochendichte von Vibrationstraining. Bekannte Risikofaktoren können so gezielt bekämpft werden.

Um weitere Aussagen treffen zu können, werden weitere Studien benötigt.

Quellenangabe

Link: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1359/JBMR.0301245/full

Verschueren et al. (2004). Effect of 6-Month Whole Body Vibration Training on Hip Density, Muscle Strength, and Postural Control in Postmenopausal Women: A Randomized Controlled Pilot Study. Journal of Bone and Mineral Research, Volume 19, Issue 3: 352-359. doi: 10.1359/JBMR.0301245. Online published December 22, 2003.