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Vibrationsplatte für Zuhause – Worauf muss man achten?

Vibrationsplatte für Zuhause - Worauf muss man achten?Wenn man sich einmal für den Kauf einer Vibrationsplatte entschieden hat, steht man vor der Qual der Wahl. Es gibt zahlreiche Modelle von verschiedenen Herstellern, die sich alle voneinander unterscheiden – ob im Großen oder im Kleinen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie abnehmen, Ihre Muskeln stärken oder sich regenerieren möchten. Vibrationsplatten kann man je nach Vorhaben konfigurieren, sodass immer das momentane Trainingsziel im Fokus steht.

Doch welches Gerät ist das Richtige für Sie?

Im folgenden Beitrag gehen wir auf die wichtigsten Aspekte ein, die Sie beim Kauf einer Vibrationsplatte beachten sollten – damit Sie am Ende nicht die Katze im Sack kaufen.

1. Art der Vibrationsbewegung

Die Vibrationsbewegungen sind aus unserer Sicht mit der wichtigste Punkt bei der Entscheidungsfindung. Die Vibrationsbewegung bestimmt nämlich, welche Muskelgruppen überhaupt beim Vibrationstraining angesprochen und somit stimuliert werden. Sie bildet die Basis des Trainings.

Bei Vibrationsplatten unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Arten von Vibrationen:

  • Vertikales System
    Vibrationsplatten, die auf dem vertikalen System basieren, vibrieren lediglich von unten nach oben. Hierbei handelt es sich im Vergleich zu den anderen beiden Systemen um eine sehr einseitige Bewegung, da lediglich Muskelgruppen entlang der Querachse des Körpers trainiert werden. In der Fachsprache spricht man hier von transversalen Muskelgruppen.
  • 3-dimensionales System (oder: triaxiales System)
    Das 3-dimensionale System vibriert nicht nur auf der vertikalen, sondern auch auf der horizontalen Ebene und stimuliert dadurch weitaus mehr Muskeln des menschlichen Körpers. Somit werden auch solche Muskelgruppen stimuliert, die für Bewegungen von vorne nach hinten, zu den Seiten und von oben nach unten benötigt werden.
  • Wipp-System
    Das Wipp-System (oder auch: oszillierend bzw. seitenalternierend) bewegt sich nicht nur starr auf der horizontalen bzw. vertikalen Ebene, sondern weitaus flexibler. Hierbei wippt die Vibrationsplatte eher und passt sich an die Bewegungen den Benutzers an. Das Wipp-System entspricht am ehesten den natürlichen Bewegungen eines Menschen.

Empfehlenswert sind hierbei das 3-dimensionale System und das Wipp-System, da diese natürliche Bewegungen nachahmen und recht viele Muskelgruppen ansprechen.

Vibrationsplatten, die auf dem vertikalen System basieren, sind im Vergleich zu den anderen beiden Systemen recht ineffektiv. Das merkt man auch im Preis: Vertikale Systeme sind deutlich günstiger als andere Vibrationsplatten.

2. Vibrationsplatte mit oder ohne Säule?

Betrachtet man die verschiedenen Angebote von Vibrationsplatten, lassen sich diese grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen: Kompaktgeräte, die recht klein und günstig sind und keine Säule aufweisen, und Vibrationsplatten mit Säule, die deutlich größer, schwerer und teurer sind.

Es ist kein Geheimnis, dass Vibrationsplatten mit Säule ein effektiveres Training mit mehr Möglichkeiten bieten. Sie verfügen im Normalfall über einen stärkeren Motor, sind schwerer, größer und ermöglichen aufgrund der Säule eine noch größere Übungsvielfalt.

An dieser Stelle müssen die meisten Kunden jedoch einen Kompromiss eingehen. Schließlich funktionieren Kompaktgeräte auch abseits von Modellen mit Säule effektiv und zuverlässig und haben zahlreiche Vorteile für Athleten, die eine Vibrationsplatte für Zuhause suchen:

  • Sie kosten nur einen Bruchteil von Geräten mit Säule
  • Sie lassen sich gut verstauen
  • Sie sind recht leicht
  • Sie bieten genügend Programme und Einstellungsmöglichkeiten

Natürlich gibt es dennoch interessierte Kunden, die auch bereit sind, über 1.000 Euro für eine Vibrationsplatte mit Säule auszugeben. Wir halten dies sogar für eine gute Investition – eine Vibrationsplatte in der Kompaktbauweise reicht für die meisten Menschen jedoch völlig aus – insbesondere für Anfänger.

3. Fernbedienung vorhanden?

Fernbedienungen sind bei Vibrationsplatten äußerst praktischBei Kompaktgeräten ist es immens praktisch, wenn das Gerät mit einer Fernbedienung ausgeliefert wird. Ansonsten muss man sich bei jeder Modifizierung der Einstellungen Bücken, um diese an der Vibrationsplatte selbst vorzunehmen. Die gute Nachricht ist hierbei, dass die meisten Vibrationsplatten standardmäßig mit Fernbedienung ausgeliefert werden.

Bei einer Vibrationsplatte mit Säule ist dies natürlich nicht notwendig, da man das Gerät im Stehen bedienen kann.

4. Vibrationsplatten im Mietshaus

Wer kein Eigenheim besitzt, sondern im Mietshaus lebt, der muss natürlich auf seine Nachbarn achtgeben. In diesem Fall kann man keine Vibrationsplatte verwenden, die man genauso gut als Dampframme benutzen könnte.

Man sollte darauf achten, dass man eine Vibrationsplatte kauft, die vernünftig gedämpft und gefedert ist. Bei den meisten namhaften Herstellern ist dies ohnehin der Fall, jedoch sollte man die Lautstärke dennoch im Hinterkopf behalten.

Ansonsten kann es nicht schaden, wenn man eine Trainingsmatte unterlegt, die sowohl den Fußboden schützt, als auch die Nachbarn.

5. Einstellungsmöglichkeiten

Bezüglich Einstellungsmöglichkeiten gilt: In je mehr Schritten man die Frequenz (Geschwindigkeit) und die Amplitude (Stärke) einstellen kann, desto effektiver und variabler kann man das individuelle Vibrationstraining gestalten. Man muss schließlich im Hinterkopf behalten, dass Muskelaufbau, Gesundheitstraining und Regeneration nicht mit denselben Einstellungen durchgeführt werden.

Des Weiteren ist es – vor allem für Einsteiger – praktisch, wenn es bereits vorgefertigte Programme gibt, die man lediglich auswählen muss. In Kombination mit einer ausführlichen Anleitung sind solche Programme Gold wert.

6. Preisfrage

Wie viel Geld muss man für eine gute Vibrationsplatte einberechnen?Die Preise bei Vibrationsplatten sind äußerst unterschiedlich. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Produktkategorie, bei der man nicht auf vermeintliche Schnäppchen von No-Name-Herstellern hereinfallen sollte.

Zwar sind pauschale Aussagen immer anfechtbar, allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass man gute Kompaktgeräte bereits für ungefähr 250,00 Euro erhält. Für gute Vibrationsplatten mit Säule muss man hingegen ab 1000,00 Euro rechnen.

Sicherlich gibt es auch deutlich günstigere Geräte, allerdings kann man mit diesen auch kein effektives Vibrationstraining durchführen. Man möchte ja nicht, dass das Gerät beim ersten Training auseinanderfällt.

7. Zubehör

Zubehör kann man zwar auch zusätzliche erwerben, allerdings ist es für Einsteiger immer praktisch, wenn der Vibrationsplatte bereits Poster, Anleitungen und Beschreibungen von Übungen beiliegen. Auf diese Weise muss man diese nicht zusätzlich besorgen und erspart sich wiederum die Qual der Wahl.

Ansonsten gibt es Vibrationsplatten, die bereits mit Zugbändern ausgeliefert werden, die man an der Vibrationsplatte befestigen kann. Mit solchem Zubehör sind natürlich deutlich mehr Übungen möglich, die man mit dem neuen Gerät durchführen kann.

Auch diese können zwar zusätzlich erworben werden, allerdings sollte man  darauf achten, dass die Vibrationsplatte über entsprechende Öffnungen an den Seiten verfügt.

Fazit: Die richtige Vibrationsplatte für Zuhause

Wie Sie sehen können, gibt es zahlreiche Faktoren, auf die man beim Kauf einer Vibrationsplatte achtgeben sollte. Letztendlich können wir Ihnen nur noch einen Tipp mit auf den Weg geben:

Wenn Sie eine vermeintlich gute Vibrationsplatte gefunden haben, dann betrachten Sie einfach einmal verschiedene Testberichte und Kundenrezensionen im Internet. Anhand solcher Berichte erfährt man oft, ob das jeweilige Gerät überhaupt etwas taugt.

Wenn die Bewertungen durchweg positiv sind, dann kann man mit der Vibrationsplatte meist nicht viel falsch machen. Im Notfall schickt man sie eben einfach zurück – auch wenn dies ärgerlich ist.